Berufliches …

Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie: mein Vater hat sich 1980 mit der Vision, eine elektronische und „aufbruch-sichere“ Alternative für die, zu dieser Zeit meist wenig sichere, Haustür zu entwickeln, selbstständig gemacht. Mit dieser Idee waren weder die Produkte marktreif noch der Erfolg gleich da. Vielmehr mussten wir in den ersten Jahren als Familie das Geld zusammenhalten, Unsicherheit aushalten und der Vision meines Vaters vertrauen, an die er so sehr glaubte. Das hat mich bis heute geprägt: ich kann Ambiguität gut aushalten und habe einen unermüdlichen Glauben daran, dass Menschen alles erreichen können, was sie sich vornehmen – wenn sie bereit sind, auch „Saure-Gurken-Zeiten“ durchzustehen und aus ihren Misserfolgen zu lernen.

Als studierter Psychologe mit einigen Jahren Erfahrung als Unternehmensberater, trat ich im Jahr 2000 in die – mittlerweile zweite – Firma meines Vaters ein, um eine Vertriebsmannschaft aufzubauen und die Produkte am deutschen Markt zu etablieren. Bis 2010 lernte ich in dieser Rolle vor allem, dass jeder neue Kunde seine ganz eigene Zeit braucht, bis er uns und unseren Produkten vertraut; dass vor allem zwei Faktoren entscheidend für Vertriebserfolg und eine gute Kundenbeziehung sind: (1) die Versprechen, die ich als Firma mache, muss ich auch einlösen können (2) bei Liefer- oder Produktproblemen ist meine Bereitschaft, als Firma in die Lösungsverantwortung zu gehen und mit meinen Kunden gemeinsam einen Weg zu finden, ausschlaggebend.

Im Jahr 2010 wurde unsere Firma Teil einer bekannten und erfolgreichen deutschen Unternehmensgruppe im Bereich Haus- und Objektsicherheit. Im gleichen Jahr wurde ich zum Geschäftsführer dieser neuen Tochterfirma berufen. In dieser Rolle lernte ich viel über Organisationsentwicklung und Change. Ich lernte vor allem, dass eine gute Führungskraft ganz andere Fähigkeiten braucht, als ein guter Manager. Obwohl ich von meiner Herkunft Psychologe bin, war es für mich ein steiniger Weg, nicht nur zu wissen, was eine gute Führungskraft ausmacht, sondern es auch zu verstehen und danach zu handeln.

Auf dem Weg, eine gute Führungskraft zu werden, hatte ich viele „Aha-Erlebnisse“. Die wichtigste Erkenntnis, die mich bis heute antreibt, ist jedoch die folgende: je mehr Klarheit und Verständnis ich für mein eigenes emotionales Innenleben entwickelte, je besser ich in der Lage war, Rückmeldung zu meiner Person zu verstehen und mit meinem Erleben in Bezug zu setzen, desto klarer und „stimmiger“ wurde meine Wirkung auf andere – und desto besser war ich in der Lage, vertrauensvolle Beziehungen zu unterhalten und „Wirkung“ zu entfalten. Der Schlüssel für erfolgreiche Führung liegt für mich in der erfolgreichen Selbstführung.

Diese Erkenntnis ist seither zu meinem inneren Kompass geworden und bestimmt im Kern meine Tätigkeit als Projektbegleiter, Coach und Trainer. 

Über das „Was?“ einer guten Führungskraft gibt es Berge von Literatur. Für das „Wie?“, für den persönlichen Weg dorthin, stehe ich als Begleiter zur Verfügung.

 

… und Privates

In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit meiner Frau und unserer zweijährigen Australian-Shepherd Hündin. Unsere beiden Kinder sind, soweit sie als Teenager greifbar sind, mit von der Partie. Freundschaften sind mir sehr wichtig, ich pflege sie und bin dankbar, noch heute enge Schul- und Studienfreunde zu haben. Seit letztem Jahr spiele ich wieder Querflöte in dem Eltern-Lehrer Orchester unserer Schule.