Auf der Suche …
1982 begann ich in München das Studium der Sozialpädagogik. Mich faszinierte der Ansatz, den Menschen nicht ausschließlich durch die Brille einer einzelnen Wissenschaft zu betrachten. Vielmehr näherten wir uns dem „Phänomen Mensch“ aus pädagogischer, psychologischer, soziologischer, philosophischer und sozialmedizinischer Sicht. Was ich mit diesen überaus interessanten Betrachtungen jemals würde anfangen können, wusste ich damals noch nicht.

Erste Praxiserfahrungen …
Für das Studienjahr 1983/84 war ein Jahrespraktikum vorgeschrieben. Ich arbeitete in einem Münchner Institut das sich mit „Jugend- und Erwachsenenbildung“ beschäftigte. Zielgruppe waren Mitarbeiter aller Hierarchieebenen in Betrieben und Organisationen. Bereits im 2. Halbjahr leitete ich Seminare für Auszubildende und Ausbilder von BMW, MAN, Stadtwerke München und der Bayerischen Landesbank.

In der Ferne …
Nach Abschluss des Studiums bekam ich die einmalige Chance, für ein weiteres Jahr in den USA zu studieren. Der Stipendiengeber Fulbright schickte mich nach San Francisco, CA. Dort studierte ich im Business Department Managementlehre und Business Communication sowie bei den Psychologen Industrial/Organisational Psychology. Das war insbesondere deswegen interessant, weil doch viele sozialpsychologische Forschungsarbeiten aus den USA stammen. Im 2. Jahr arbeitete ich in einer Personalabteilung an einigen grösseren Projekten, so z.B. einer „Training Needs Analysis“ für mehr als 1000 Mitarbeiter. Alles in allem schöne und aufregende 2 Jahre, in denen ich letztendlich erwachsen geworden bin und viele meiner bayrisch-konservativen Einstellungen doch ganz erheblich erschüttert wurden (und das ist gut so!).

Der Ernst des Lebens …
Seit Herbst 1988 arbeite ich als Berater und Trainer. Anfangs als Angestellter mit dem Schwerpunkt Training. Seit 1992 als freier Berater, seit 2004 mit meinem eigenen Beratungsunternehmen. Heute finden die meisten Workshops in der “family group” statt, d.h. Vorgesetzter mit seinen direkten Mitarbeitern. Wir folgen darin keinem festen “Lehrplan”, sondern kümmern uns um die aktuellen Anliegen der Gruppe. So ist für die Teilnehmer der grösstmögliche Praxisbezug herstellbar.

Heute werde ich meist als Coach für einzelne oder Gruppen angefordert, um sie vorübergehend in einer für sie schwierigen Zeit zu begleiten. Diese Art von Arbeit verschafft mir die grösste Zufriedenheit, weil ich hier am schnellsten und am deutlichsten die Erfolge unserer gemeinsamen Bemühungen erleben kann.