Symmetrische Eskalation

Der Begriff wurde durch den Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick geprägt. Er bezeichnet eine ineffektive und entwertende (aber leider sehr häufig vorkommende) Art des Miteinander Redens.

Symmetrisch ist das Redeverhalten der beiden Akteure: jeder möchten den Anderen gleichermaßen durch möglichst gute bzw. viele Argumente von seiner Sichtweise überzeugen. Die Sprecher gehen also gleichzeitig und engagiert „auf Sendung“ – und sind daher ununterbrochen damit beschäftigt, die eigene Argumentation weiter zu entwickeln.

Wirkliches Zuhören bleibt so zwangsläufig auf der Strecke – und damit auch jede Möglichkeit, den Anderen zu verstehen, auf ihn einzugehen oder sich gar von ihm überzeugen zu lassen.

Es kommt zur Eskalation: Die gegenseitigen Überzeugungsversuche werden lauter, die Argumente des Gesprächspartners werden durch immer heftigere Gegenargumente beiseite geschoben (das gehäufte „ja, aber“ist ein sicheres Indiz für Symmetrische Eskalationen) – am Ende stehen die Protagonisten unversöhnlich und „genervt“ einander gegenüber.